Transcript: Christoph Hinte: Inszenierung von Messen und Messeauftritten

Transkript: Inszenierung als zentrales Thema der Pharma-Sommertagung in Berlin

Die Inszenierung war ein großes, prägendes Thema auf der diesjährigen Pharma-Sommertagung im Estrel Hotel in Berlin.

Den Auftakt bildete gestern die Keynote von Professor Wurde, der das Thema Inszenierung – insbesondere in der digitalen Welt – in den Fokus rückte. Auch Julius van de Laar griff in seinem Beitrag die mediale Inszenierung auf und betonte deren Bedeutung.

Im Anschluss folgte eine höchst spannende Podiumsdiskussion mit:

In der lebhaften Runde wurden vielfältige Aspekte der Inszenierung diskutiert – von den großen Inszenierungen bei Fußballspielen und Champions-League-Finals bis hin zur Inszenierung auf Messen. Eine zentrale Erkenntnis kristallisierte sich dabei heraus:


"Man kann nicht nicht inszenieren"

Alles, was wir tun, ist automatisch eine Form der Inszenierung. Diese Erkenntnis führt zwangsläufig dazu, dass wir Dinge bewusst gestalten sollten, um am Ende auch die Wirkung erkennen und steuern zu können.

Die Teilnehmer:innen im Plenum brachten dabei konkrete Praxisbeispiele ein, insbesondere aus dem B2C-Bereich, wo die emotionale Aufladung durch Inszenierung eine entscheidende Rolle spielt. Es wurde deutlich: Inszenierung ist kein Nebenschauplatz, sondern ein zentraler Hebel, um Botschaften wirksam zu vermitteln und Erlebnisse zu prägen.

Dabei steht uns noch ein umfangreiches Arbeitsprogramm bevor, um die ganze Bandbreite dieses Themas auch in Zukunft weiter auszuloten und zu vertiefen.


Mediale Inszenierung: Chance und Risiko

In der Abschluss-Keynote wiesen die Professoren zudem darauf hin, dass Inszenierung – besonders in medialer Hinsicht – starke Kräfte entfaltet, die nicht immer nur positiv sind. Denn Inszenierung kann auch über das Ziel hinausschießen: Sie vermag es, die eigentliche Substanz zu überlagern oder zu verdrängen – wenn der Rahmen wichtiger wird als der Inhalt, den er umgibt.

Aus diesem Grund freuen wir uns sehr, dieses Thema auf der nächsten Tagung in Frankfurt wieder aufzugreifen und weiter zu diskutieren. Denn nur so können wir sicherstellen, dass Inszenierung als Werkzeug der Klarheit und Wirkung eingesetzt wird – und nicht als Ablenkung von dem, was wirklich zählt.